Wie aus Engagement Verantwortung wird

Shownotes

In dieser Folge sprechen Victoria Strachwitz und Michael Seberich mit Yusuf Aydinbas, Gründer und Geschäftsführer des Hauses der sozialen Vielfalt in Leipzig, über die Entstehungsgeschichte des Hauses als Beispiel für Professionalisierung von Engagement der Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft. Darüber hinaus geht es um die Entstehung solchen gesellschaftlichen Engagements, die Entwicklung von Tätigkeiten und Zielen im Laufe der Zeit und die Bedeutung von Vernetzung und Dialog in dieser Arbeit.

Unsere Argumentationshilfen

  1. „Zivilgesellschaft springt nur ein, wenn der Staat versagt.“ Zivilgesellschaft, entsteht oft aus einem Impuls, aber sie wächst durch Verantwortung und Struktur und sie ergänzt, sie ersetzt nicht. Die Zivilgesellschaft wartet nicht auf Zuständigkeiten, sie übernimmt sie. Und genau deshalb ist sie kein Lückenfüller, sondern auf jeden Fall eine Mitgestalterin unserer Demokratie.

  2. „Ehrenamt reicht doch.“ Ehrenamt ist häufig der Anfang. Nachhaltigkeit braucht häufig auch Professionalität, wenn Engagement dauerhaft wirken soll.

  3. „Professionalisierung zerstört Idealismus.“ Da haben wir heute von Yusuf gelehrt, dass das so sicherlich nicht stimmt. Professionalisierung schützt Engagement und macht es belastbarer und es macht es langfristig wirksam. Ich glaube, das ergänzt sich wirklich sehr gut.

Wichtige Quellen und Texte zur Folge:

Haus der Sozialen Vielfalt https://haus-sovi.de/

Impressum

Gefördert durch: Robert Bosch Stiftung und Schöpflin Stiftung

Eine Produktion von: Maecenata Stiftung und Wider Sense

Redaktion & Konzept: Victoria Strachwitz, Michael Seberich

Produktionsteam: Lisa Klisch (verantwortlich), Anna Henke, Ansgar Gessner, Sascha Nicke, Pauline Fritz

Gestaltung: Joerg Solzbacher, Lisa Klisch

Transkript anzeigen

00:00:01: Das Vernetzten hat uns wirklich enorm geholfen.

00:00:04: Wir haben wirklich als sehr junge Menschen uns auch schon sehr gut vernetzt, mit meinen ich jetzt in irgendeinem politischen Bereich sondern auch Mitstreiterinnen und Leute die begeistert sind von unserer Vision.

00:00:15: Menschen, die älter erfahren waren als wir, die uns supportet

00:00:18: haben.".

00:00:25: Die NGO-Debatte Ein Podcast von Victoria Strachwitz und Michael

00:00:35: Seberich.

00:00:38: Michael, heute haben wir eine tolle Geschichte.

00:00:40: Wir hören heute die Geschichte eines Engagements das so gewachsen ist dass es sich in zehn Jahren zu einem anerkannten Träger der freien Jugendhilfe entwickelt hat.

00:00:50: Manchmal versteht man Zivilgesellschaft am besten wenn man sieht wie sie entsteht.

00:00:54: Dafür haben wir heute bei uns Jussuf Eidenberg vom Haus des sozialen Vielfalt in Leipzig.

00:01:00: Michael du bist ihm auf einer Veranstaltung begegnet und warst sofort begeistert.

00:01:05: Ja, Jussof Wir sind gleich zum Du übergegangen, hat das Haus der sozialen Vielfält in Leipzig mit anderen aufgebaut und stärkt damit jetzt seit rund zehn Jahren gesellschaftlichen Zusammenhalt.

00:01:17: Wie genau?

00:01:18: Das erzählt er uns am besten gleich mal selbst – Josephus Jurist!

00:01:22: Und er war gerade für mehrere Monate im Kindings Fellowship.

00:01:26: dazu kommen wir später.

00:01:28: Er ist also jemand, der nicht nur praktisch arbeitet sondern auch strukturell über gesellschaftliche Gestaltung nachdenkt.

00:01:34: Schön dass du da bist.

00:01:35: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:37: Herzlich willkommen, Jusuf!

00:01:38: Am besten fangen wir ganz von vorne an.

00:01:41: Nimm uns doch bitte mal zurück ins Jahr zwanzig fünfzehn – die sogenannte Flüchtlingswelle.

00:01:47: Was hast du damals erlebt?

00:01:49: Zwei-tausendfünfzehn habe ich hauptsächlich ein menschliches Leid und Überforderungen des Staates in Leipzig und im Halle erlebt.

00:01:59: Wir sind in die Flüchtlingsunterkünfte hier in Leitzig gegangen Hier in der Ernst-Gobe hat es eine Notunterkunft im Leipzig.

00:02:05: Und da haben wir richtig leid und sehr viel Überforderung seitens der Kommunalverwaltung, und haben gemerkt, okay hier können wir Brücken schlagen.

00:02:15: Essen verteilt!

00:02:16: Wir haben Übersetzungen, Tätigkeiten auf Türkisch.

00:02:19: viele Syrer sozusagen konnten auch türkisch... Wir haben die Menschen zu den Ärzten gebracht.

00:02:25: also wir haben wirklich ja Staatliche Aufgaben ehrenamtlich umgesetzt.

00:02:31: Wir waren aber nicht alleine, da waren wirklich das muss man sagen... Das hat mich sehr geprägt, das will ich jetzt auch schon betonen.

00:02:37: Sehr viele Menschen aus der Zivilgesellschaft, aus der Mitte der Gesellschaft die Lust hatten dort was zu bewegen.

00:02:45: und das heißt dann dass du sozusagen mit einer Gruppe von Freunden ihr kanntet euch ja schon sehr lange zum Teil dann gesagt habt ihr müsst jetzt etwas tun oder?

00:02:55: So, so kann man sagen.

00:02:56: Also ihr müsst euch vorstellen wie sind drei Jahre alt?

00:02:59: Hasim und ich Halli und andere Kollege der auch Jurastudy.

00:03:03: wir haben uns im Studium kennengelernt

00:03:04: Und das kam also ganz spontan

00:03:06: Ja zu ganz spontane war es nicht Wir waren eh schon alle irgendwo engagiert.

00:03:11: Irgendwann kam dann der Impuls Na wir hören Juristen und haben gesagt hey Leute irgendwie gibt's hier unterschiedliche Handlungsfelder.

00:03:21: Wir könnten auch in einem Verein oder Institutionen aufbauen, umstrukturierte an dieser Sache sozusagen.

00:03:29: Damit auch bestimmte Akteure uns eher anhören als wenn wir sozusagen als Ingeziative und in unserem Umfeld sie waren nicht nur zu viert, wir waren zu zehn... also waren Leute aus dem Stadtrat, waren Leute von anderen die uns aber sehr nahe standen.

00:03:46: War das denn am Anfang?

00:03:47: dann habt ihr da Einfach improvisiert, wie du sagst.

00:03:50: Dann haben wir mal das gemacht.

00:03:51: Wir sind zum Arzt gelaufen oder wir haben übersetzt.

00:03:55: Wir haben Essen verteilt.

00:03:57: Oder habt ihr euch dann schon auch mit in diesem Ehrenamtlichen am Ende immer mehr organisiert?

00:04:02: Ich stelle mir das ja zusätzlich so vor wenn vier oder fünf Juristen aufeinander treffen, dann entsteht ganz schnell auch Struktur, oder?

00:04:11: Also unsere Struktur, als wir in die Füchtlingsunterkunft waren.

00:04:13: Wir sozusagen als Einzelpersonen, da war ein Betreiber und haben dort uns persönlich eingebracht.

00:04:19: aber wir dachten hey Leute hier fehlt irgendwie doch noch mal eine andere Expertise.

00:04:23: Und ja dann hat der Khalil dann gesagt Hey Leute also er war auch ein bisschen älter als wir, ne mein Kogeschafter Habt ihr nicht Lust einen Verein zu gründen?

00:04:32: Und dann war es eine sehr intensive Debatte.

00:04:34: Wollen wir eher einen Kulturverein gründen Oder wollen wir eine gesellschaftliches Thema voranbringen?

00:04:46: Wenn man sieht, da braucht es Hilfe.

00:04:48: Und zu helfen ist dann der nächste Schritt.

00:04:50: Aber ich bin frei geboren und habe die Zeit genommen dich zu engagieren.

00:04:54: Du hast ja gerade schon aufgedisst was du noch alles gemacht hast.

00:04:58: Zeit, wir haben ja studiert.

00:05:00: Ich war Jura-Studant in den Jahren der Jahre her.

00:05:03: Natürlich es waren sehr intensives Studium und wir alle waren sehr ambitioniert und wollten so sehr erfolgreich das Studium erenden.

00:05:11: Das hat ihr auch in diesen Gremien waren.

00:05:13: ich habe an der Universität auch für ein Professor damals gearbeitet und trotzdem das war das eine sozusagen berufliche Erfolg.

00:05:21: auf der anderen Seite war zu sagen hatte ich am Anfang schon gesagt Wir haben auch viel gesehen als Jugendliche, viel Leid.

00:05:30: Ich bin trotz allem sozusagen sehr privilegiert aufgewachsen.

00:05:35: Also ein Plattenbauer ist ja liebevoll und ja vieles war aus Zäs betroffen hat und wir wollten uns die Zeit nehmen.

00:05:42: es war uns wichtig da zeitfrei zu halten und als Studenten konnte man sich sozusagen jetzt nicht mehr aber früher konnte man sie sich die Zeit gut einteilen

00:05:52: Und war das dann auch der Moment?

00:05:53: Jetzt habt ihr euch engagiert, aber dann ist der irgendwann scheinbar aus Engagement auch mal mehr geworden.

00:05:58: Also Engagement ist ja auch Verantwortung übernehmen, aber auf einmal wurde daraus eine sehr strukturierte Verantwortung?

00:06:04: Genau!

00:06:04: Wir haben den Verein gegründet und wir haben viel diskutiert.

00:06:07: Wir haben dann gesagt okay, dann machen wir ein Traventionsnetzwerk hier in Leipzig... also es klingt jetzt so banal, das waren wirklich sehr tiefe lange Diskussion, was jetzt wirklich angegangen werden sollt und haben dann entschieden ein Konzept zu schreiben bezüglich religiös begründeten Extremismus.

00:06:25: Also wir müssen auch wirklich zehn Jahre zurückgehen.

00:06:28: da war noch Thema islamischer Staat IS mit dem Flüchtlingsstrom sozusagen aus den Regionen war das auf großes Thema und wir haben uns gedacht okay wie kennen auch sozusagen das muslimische Leben sozusagen die Hintergründe Und wir wissen auch, dass dir die Expertise im Vergleich zu sozusagen dem Westen wenig Expertise folgen und haben dann ein Konzept geschrieben.

00:06:56: Und haben damit unsere ersten Förderungen herangeholt.

00:07:01: Präventionsarbeit, glaube ich hast du gesagt?

00:07:03: Was bedeutet das?

00:07:04: Es ging hauptsächlich um religiös begründetem Extremismus.

00:07:08: In diesem Bereich wollten wir dadurch, dass das Thema vorher gar nicht... politischen Extremismus und dann wollten wir sozusagen diesen speziellen Bereich abtecken.

00:07:19: Unser Ziel war es, alle Akteure in Leipzig die einen Berührungspunkt mit dem Thema haben an den Tisch zu holen.

00:07:27: so sensibilisieren das Thema.

00:07:29: also das war immer noch alles Ehrenamt.

00:07:32: Wir waren als ehrenamtlicher Vorstand drin hat mir eine halbe Stelle oder sowas damals gefördert der sozusagen die Organisation übernommen hat Und haben sozusagen alle Akteuren Leipzig rangeholt und haben über diese Themen gesprochen.

00:07:48: Vorher gab es das in der Form nicht, wurden dann auch bekannter in der Stadtgesellschaft.

00:07:54: Das heißt ihr hattest über euren Hintergrund und die Gespräche, die ihr damals am Anfang geführt habt, im Jahr zweitausendfünfzehn habt ihr mitbekommen, dass könnte zu einem Problem werden?

00:08:04: Wir wussten das sozusagen.

00:08:08: Verhältnisse in diesen Lebenskontexten, auch sozusagen aus der Biografie heraus.

00:08:15: Und wir haben uns damals schon gedacht... Also ich habe alles verstanden menschlich also die Entscheidung von Angela Merkel damals und hab das auch befürwortet wusste zeitgleich aber oder wir wussten Zeit gleich uiuiui Das wird jetzt andere Herausforderungen mit.

00:08:32: Aber wie waren besonders sensibilisierte bestimmte Themen?

00:08:36: Und ja, es gab sozusagen Onlineradikalisierung.

00:08:38: Es gab Menschen auch in Unterkünften.

00:08:41: leider nie versucht haben sozusagen junge Menschen für ihre Gedanken zu gewinnen und wir haben versucht zur Sensibilis- und Präventionsarbeit zu machen.

00:08:53: Und als Jurist dann sozusagen auch gleich Strukturen aufgebaut?

00:08:56: Genau!

00:08:56: Ich glaube das war für uns einfacher als für andere Menschen die sozusagen Vereinen gründen wollten.

00:09:03: auch in unserem Umfeld sozusagen außerhalb der Juristerei-Leute mit sehr viel Erfahrung und im Kontext gehabt, haben wir sehr schnell Strukturen aufgebaut.

00:09:10: Wir haben erst mal debattiert was wir machen und dann die Struktur sozusagen sattelfest gemacht damit wir auch wirklich gut wirken können wenn man eine gute Struktur hat.

00:09:20: das ist ja heute bei uns immer noch so.

00:09:22: sein Thema kannst du auch die Themen gut abdecken oder besser wirken hängt natürlich vom Thema ab.

00:09:30: aber es ist wichtig für uns gewesen dass nachhaltige Strukturen aufbauen.

00:09:35: Und da hat uns die Juristerei natürlich sehr geäufen, nicht weil ich schon sozusagen, weil wir fertig waren mit dem Studium aber wir wussten wo was steht wer sozusagen die wichtigen Akteure sind.

00:09:47: ja aber Finanzfragen haben sich damals oft auch gestellt Eigenanteile bezahlen.

00:09:52: als Studenten ohne private Mittel mussten wir auch sozusagen aus unseren privaten Kreisen ranholen.

00:09:59: Dann ist diese kleine Initiative es ja heute ein ziemlich groß, wahrscheinlich würde man sagen einen Mittelständler und ein anerkanter Träger der freien Jugendhilfe.

00:10:08: Und vielleicht kannst du uns mal zwei drei Sätze dazu sagen was ihr eigentlich heute macht?

00:10:14: Was da euer Fokus ist aus dem was damals aus der Flüchtlingsarbeit geworden ist.

00:10:19: Wir haben keine klassische Flüchtlinges Arbeit gemacht wir haben kein Flüchtlingen Unterkunft sozusagen betrieben, wir haben nur bestimmte Themen als Projektarbeit umgesetzt.

00:10:28: Wir hajießen am Anfang, weil Vereinsgründung auch nicht Haus der Sozialen Vielfalt sondern Zentrum für Extremismusprävention und haben in der Arbeit festgestellt ja klar Präventionsarbeit ist wichtig.

00:10:40: Auch zu dem Themenkomplex aber in Sachsen oder in Sachsene Anhaltungen und gesamt Ostdeutschland war das im Vergleich zur Ostdeutchen gar kein großes Thema und haben gemerkt okay die Arbeiten mit auch mit jungen Menschen.

00:10:53: wir haben dann nach der Prävention Projekt sozusagen ein anderes Jugendprojekt geschieben und umgesetzt und haben dann gemerkt, hey wir wollen mehr Empowerment.

00:11:04: Die Menschen die hier herkommen empowern und stärken und in die Mitte der Gesellschaft integrieren selbst befähigen selbstständig im Mittel der Gesellschaft zu fundieren.

00:11:18: Habt ihr dann relativ schnell schon mit staatlichen Akteuren zusammengearbeitet oder war das dann erstmal private Förderung am Anfang?

00:11:25: Also private Förderung, das war ein blinder Fleck für uns Michael.

00:11:30: Das habe ich erst sozusagen... Da kommen wir vielleicht später noch die letzten anderthalb bis zwei Jahre so zu sein Tengeländen was Stiftungsförderungen etc.

00:11:38: angeht.

00:11:39: Wir waren damals als Studentin in eine staatliche Fördering reingegangen.

00:11:43: es hat auch sehr viel Diskussionen mit dem Ministerium damals sehr viel gesprochen und auch anderen politischen Akteuren in Leipzig und in Sachsen, wie wir sozusagen der uns einbringen können und finanziert werden.

00:12:00: Ohne Geld kannst du das alleine nicht stemmen.

00:12:03: Genau.

00:12:04: Kannst du noch mal drei Worte dazu sagen wo ihr dann heute steht mit euren Träger?

00:12:07: Ihr seid ja schon, habt ja mittlerweile auch eine ganze Menge Mitarbeiter und sogar Wohngruppen und macht ja unglaublich viel.

00:12:14: Genau genau genau!

00:12:15: Wir aus der Jugendarbeit entstand dann also zusammen die Arbeit mit den Jugendlissen und wir brauchen eigentlich auch die Familien.

00:12:23: Wir haben überlegt, wie können wir unsere Finanzen diversifizieren?

00:12:26: Es waren sehr große Herausforderungen damals nur Anschubfinanzierung zu bekommen und irgendwie gar kein Geld für die Eigenanteile zu finden.

00:12:35: Und haben dann gemerkt vor allem auch weil wir mit den Familien, weil wir Familien Probleme in den Familienstrukturen sozusagen neues Handlungsfeld entdeckt haben von unseren Kolleginnen.

00:12:47: Das haben wir alles sozusagen mit unseren Kollegen debattiert wieder eine lange Diskussion gehabt und haben gesagt, dass wir gehen in den Jugendhilfebereich um das gesamte Konstrukt.

00:12:59: Und da haben wir angefangen ja mit Familienhilfe, mit Erziehungsbeistand vor allem in Leipzig heute aber auch im Halle in dem Kontext zusammen zu arbeiten und haben Wohnwuppen.

00:13:09: Wir haben eine große Umereinrichtung in Leibzig wo fünfzehn unbegleitete minderige Geflüchtete leben Und viele Wissens, oder haben es gar nicht so richtig mitbekommen.

00:13:20: Das war auch in den zweiten Zusturm, sag ich mal, wo viel unbegleitete Mindere geflüchtet nach Deutschland kamen und da eine extreme Krise.

00:13:33: Ich kann's jetzt nur aus Leipzig sagen, das war auch an vielen anderen Kommunen.

00:13:36: Viele herauswohnt die bewältigt werden müssen.

00:13:38: Da kamen wir als Jugendhilfeträger mehr in den Fokus und haben uns als Leistungsfähigen-Träger bewiesen.

00:13:46: Das ist ja toll, ihr habt euch also immer angepasst.

00:13:48: Und das wo ihr Blut gesehen habt, habt ihr dann gesagt, da machen wir was?

00:13:51: Also wir wurden auch angefragt.

00:13:53: Wir haben uns nicht immer irgendwo ... Man hat mir merkt, okay Haus der sozialen Pfeffel und die Akteure, die sozusagen dort sind können auch etwas leisten und haben eine gewisse Expertise aufgebaut.

00:14:04: Das war ja am Anfang vor zehn Jahren nicht so.

00:14:07: Was verändert sich denn wenn man plötzlich nicht nur so engagiert ist wie am Anfang sondern institutionell ein richtig verantwortliches für Wohngruppen?

00:14:15: Also für mich hat sich sehr vieles verändert.

00:14:17: Ich bin eher seit drei Jahren hauptamtlich, vorher war ich auch nur ehrenamtlicher Vorstand und das ... Für mich hat es sich sozusagen eigentlich... Ich habe sie eingangs schon gesagt, wollte ich ganz woanders hin sozusagen.

00:14:32: Ich hab meine Station in der Ministerialverwaltung gemacht bei der Sächsischen Staatskanzlei beispielsweise, wo ich auch Nicht unbedingt dort, aber in der Ministerialverwaltung, sondern juristisch gestalterisch zu sein tätig werden wollte.

00:14:43: Und dann hat mich mein Co-Geschäftsführer Halli Latdang gesagt, hey Jusuf!

00:14:47: Mensch wir haben mir sowas cooles gegründet.

00:14:50: Lass uns das doch gemeinsam noch Profis oder noch wirkungsintensiver aufbauen und zu sein skalieren, ne?

00:14:57: Unquertive Projekt.

00:14:58: Der Heilel muss man sagen, der hat eine Fähigkeit wie man zum Menschen überzeugt.

00:15:04: Weil es hat mich sehr viel über Windungsgekostet sozusagen.

00:15:07: Hauptamtlich auch nach so vielen Jahren Sturke.

00:15:10: Aber das war die beste Entscheidung, die ich trocken habe.

00:15:15: War denn da ein Professionalisierung für dich am Ende in Entlastung?

00:15:18: Oder ist das dann einfach nochmal ne ganz neue Form von Verantwortung, weil mein jetzt Arbeitgeber ist

00:15:22: etc.,

00:15:23: pp.?

00:15:24: Ich würde eher sagen also ist das natürlich in den Stück weit... Entlastung würde ich jetzt vielleicht nicht sagen.

00:15:31: Ist das mit neuen Aufgaben, neuen Herausforderungen und neuen Angeboten wächst natürlich auch die Verantwortung?

00:15:37: Wir verantworten ja nicht nur sozusagen Personal und die Organisation wir machen Arbeit für und mit Menschen.

00:15:45: Wir entwickeln keine Produkte oder bauen keine Häuser sondern da ist die Herausforderung und die Verantwortung nochmal besonders intensiv und die spüre ich wirklich täglich.

00:15:57: Und das hätte ich sozusagen, als ich hauptamtlich reingehören bin in der Form nicht gedacht dass es so intensiv wird.

00:16:07: Wenn du heute also nach über zehn Jahren zurückblickst was ist denn aus deinem Engagement von damals alles gewachsen?

00:16:17: Ich persönlich bin sehr gewachsen mit den letzten drei Jahren, aber auch die Organisationen hat sich entwickelt.

00:16:25: Wir sind von einem hauptamtlichen Mitarbeiter angefangen und jetzt sind wir mehr als sechzig Personen im Raus und das ist vor allem in den letzten vier Jahren gewachsen.

00:16:43: Also, ich bin dreidreißig Jahre alt und habe sehr viel Verantwortung.

00:16:47: Ich hatte mir auch nicht gedacht... also wie gesagt, ich wollte schon was Großes machen!

00:16:52: Und es erfüllt mich auch sehr und wir haben uns sozusagen.. Nicht nur ich will auch nicht nur für mich sozusagen sprechen sondern für die gesamte Belegschaft aber auch für die Mitgründer.

00:17:03: Die wachsen stetig und wir wollen weitermachen und dranbleiben und wirklich Problemfelder in der in der Gesellschaft sehen, weiter angehen und mit anpacken.

00:17:12: Das ist uns schon sehr wichtig!

00:17:14: Das ist unsere DNA würde ich schon sagen.

00:17:17: Du sagst ja du bist auch selber gewachsen?

00:17:19: Gibt es so zwei Sachen wo du sagst da hast du besonders was gelernt und da siehst du dich heute ganz anders als vor zehn Jahren?

00:17:28: Definitiv.

00:17:28: also ich kann mehr als zwei Themen.

00:17:31: Es ist hauptsächlich wirklich... Ich glaube vor allem als ich dann hobte, dass das reflektieren auch Wirklich, wie man wirken will.

00:17:41: Also in den Projekten aber auch der Personalverantwortung.

00:17:45: Wie war ein kleiner Kreis?

00:17:46: Ich war immer sehr kritisch mit unserem eigenen Projekt.

00:17:49: Das war vor zehn Jahren so... Die haben diese Projekte sozusagen herangeholt und ich habe immer sozusagen hinterfragt, wirken wir denn wirklich mit dem was wir jetzt mit den Maßnahmen und Methoden die wir hier ansetzen?

00:18:02: Und wer übt?

00:18:02: das hab' ich immer sozusagen.

00:18:05: Früher waren sozusagen auch die Fördungen.

00:18:08: Das Wort Wirkung gab es damals in der Form, wie heute auch gar nicht so richtig.

00:18:13: Und habt ihr auch mal ein mulmiges Gefühl?

00:18:16: Also für uns ist auch wir haben keinen Selbsterhaltungstrieb!

00:18:19: Wenn wir merken, dass ein Projekt funktioniert nicht so gut wie wir uns das erhofft haben.

00:18:25: dann wird das Projekt auch noch einmal sozusagen umgesetzt und ich freue mich – das sage ich immer wieder an unterschiedlichen anderen – wenn es das Haus so viel nicht geben müsste, dann würden wir uns freuen.

00:18:37: Leider gibt es sozusagen dieses bestimmte Problemförder, die sozusagen im Angegangen werden müssen.

00:18:42: Aber ja also das Reflektieren ist für mich ein großes Thema aber auch Fachbissen habe ich mir angeht.

00:18:50: Ich bin Jurist und hab jetzt viele andere Themen gelernt.

00:18:54: Ich habe sehr viel Themen so zu sagen in den letzten drei Jahren, die habe ich vorher gar nicht, wo ich nie daran gedacht hatte dass sich das sozusagen Finanzen per Personal verantworten.

00:19:06: Was sieht man sozusagen gar nicht, wenn man sozusagen nur die Projekte sieht?

00:19:09: Was da alles hintersteckt.

00:19:11: Ja!

00:19:11: Was hättest du gerne früher gewusst?

00:19:13: Was hätte dir geholfen?

00:19:14: und welche Tipps hast du denn für jemanden der dir zuhört sehr engagiert ist und sich überlegt das sollte doch mal alles institutionalisiert werden?

00:19:21: Das wichtigste ist wirklich das Vernetzen.

00:19:24: Das Vernetzen hat uns wirklich enorm geholft.

00:19:28: Wir haben wirklich als sehr junge Menschen uns auch schon sehr gut vernetzt in unterschiedliche Strukturen, mit meinen ich jetzt in irgendeinem politischen Bereich, sondern auch sozusagen Mitstreiterinnen, mit denen wir operiert haben.

00:19:42: Leute die im Hintergrund sind, die begeistert von unserer Visionen, die wir als junge Personen hatten und also Menschen, die älter erfahren waren als wir, die uns so zu sein supportet haben, auch mental würde sagen, wenn ich sozusagen zurückblickt, würde ich sagen da noch mehr anzusetzen.

00:20:08: Aber wichtig ist natürlich auch, wenn wir jetzt ein Bezügliches habe ich jetzt bei Kinnings auch gesehen dass das Thema Struktur und Organisation schon sehr wichtig ist und dass es auch mitgedacht werden sollte, wenn man sich zielgesellschaftlich engagieren möchte.

00:20:25: So Kinnigs kommen wir gleich nochmal.

00:20:26: aber gibt's eine Geschichte ... aus deiner Arbeit, wo du sagst da bist du besonders stolz drauf?

00:20:32: Ich bin besonders stolzt darauf und ich... Das Wort Reflektin das habe ich wirklich ernst gemeint.

00:20:38: Und ich reflekte hier erst wirklich in den letzten ein zwei drei Jahren was wir sozusagen geleistet haben und immer noch leisten.

00:20:46: aber auch nur deswegen weil ich auch mehr Feedback von äußeren also von Geldgebern Kooperationspartnern.

00:20:55: Ich meine, wie gesagt ich war dreiundzwanzig Jahre alt und haben wir damals schon sehr viel so zu sagen bewegt.

00:21:01: Und habe gar nicht... mich dachte erst also ich dachte früher das ist normal für mich war das so.

00:21:07: ja es gibt ja sehr viele Organisationen und Vereine und wir machen das halt auch wenn ich jetzt zurückblicke und merke wie wir sozusagen aus einem Verein weil es aus einer Initiative damals, aus Gedanken eine professionelle Struktur und sozusagen verantwortlich für so viele Menschen und Familien und für Kinder und Jugendliche sind.

00:21:29: Das ist etwas worauf ich extrem rückblickend stolz bin und sehr dankbar bin dass sich das machen darf.

00:21:46: Wenn ich dir so zuhör, dass jetzt die nicht vorstellen können.

00:21:52: In der Form wie wir es heute machen... Ich muss sagen den Text, also diese Formulierung haben wir.

00:21:59: Der ist universal!

00:22:00: Also warum ist das?

00:22:02: Weil der Text wurde vor sieben acht Jahren geschrieben.

00:22:06: Das war sozusagen unser Anspruch, als wir die Präventionsarbeit gemacht haben.

00:22:09: Da waren wir ja sozusagen Vermittler zwischen den Communities.

00:22:13: Wir sitzen auch in der Eisenbahnstraße im Übrigen in Leipzig wo sozusagen die Community beheimatet ist in Leibzig also sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten und leben.

00:22:25: das war uns auch sehr wichtig da zu sein wo wir mit dem Menschen zusammenarbeiten.

00:22:31: Als Vermittlers sind wir heute in einem anderen Umfang.

00:22:34: Wir vermitteln auf Bundesebene.

00:22:36: Wir arbeiten mit Kommunen, beraten Kommunen beispielsweise zum muslimisches Leben und sensibilisieren zu unterschiedlichen Themen und arbeiten also hauptsächlich mit Kommunen zusammen das uns sehr viel Spaß macht.

00:22:49: Wie gelingt denn Integration?

00:22:50: Ist es eine Verwaltungsfrage?

00:22:52: ist es eine Beziehungsfrage?

00:22:55: Das ist eine schwierige Frage.

00:22:59: Ich setz' mal anders an.

00:23:01: Integration ist vor allem auch Beziehungsarbeit, Sensibilisierung also Menschen die hierher kommen.

00:23:09: Mein Opa ist als Gastarbeiter in den Siebzigern hergekommen und hat einen ganz anderen Lebenskontext als Menschen wie im Jahr zwei Tausend vierzehn fünfzehnt sechzehn hierher gekommen sind.

00:23:21: Mein Großvater ist zum Arbeiten hier gekommen.

00:23:24: der hatte sich auch nicht ausgemahnt sozusagen.

00:23:26: er wollte auch gar nicht hin.

00:23:28: Erst mal in Deutschland, das war auch nicht so zu sagen beabsichtigt sondern erarbeitet spart irgendwie Geld und versucht sich in der Türkei was aufzubauen.

00:23:37: Und die Menschen, die sozusagen seit Jahrkommens, sind Menschen aus Kiegen geflüchtet sind.

00:23:44: Das ist eine ganz andere sozusagen Herausforderung.

00:23:46: Das muss man schon wirklich sehen in der Debatte und Diskussion dass die Herausforderungen Menschen zu integrieren zu zeigen, wie die Lebensverhältnisse in Deutschland sind.

00:23:59: Und sie sind ja...die sind in Sicherheit und dafür sind die Menschen auch sehr dankbar dass sie sozusagen hier sein können.

00:24:08: aber es gibt auch wirklich sehr große Herausforderungen was bürokratischer Natur und das ist etwas was viele Menschen nicht wissen und das isst schon ein Teil der Wahrheit.

00:24:21: Ihnen sozusagen über Videos, Social Media sehr viel schön sozusagen nicht nur geredet sondern gezeigt wird und werden dann hier.

00:24:32: Und da ist es die Integrationsarbeit herausfordernd weil du kommst mit anderen Erwartungen hierher.

00:24:40: Also sehr realitätisch ist schon ein neues Traumata sozusagen.

00:24:46: Und brauchst du denn dann für diese, was du als Beziehungsarbeit beschreibst?

00:24:54: Am Anfang habt ihr das ehrenamtlich gemacht.

00:24:56: Bedarf das heute eines hohen Maßes an Professionalität?

00:24:59: auch, dass sie damit einbringt?

00:25:02: Ich würde sagen definitiv... Also hängt auch davon ab, was man genau macht!

00:25:08: Wenn man sagt ich mache einen Sprachcafé um den Sprach sozusagen, dann brauchst Du eigentlich nur ein Tisch zwei Personen vielleicht ein bisschen was zu essen, was zu trinken.

00:25:17: Da braucht es jetzt keine hochprofessionelle Struktur.

00:25:22: aber wenn wir sozusagen eine Asylverfahrensberatung beispielsweise also die auch sozusagen hoch kritisiert wird und auch abgeschafft werden soll sozusagen leider im kommenden Jahr wo wir auch sehr daran arbeiten dass das nicht passiert Das ist enorm wichtig, dass die Menschen das bekommen.

00:25:43: Das ist nicht nur für die Personen und die Adressaten sondern auch für die Verwaltung, für das Gericht beispielsweise um das leis zu können.

00:25:56: Leider ist es die Förderung so gestaltet dass die Abwicklung der Förderungen nicht unkompliziert ist und da braucht es meiner Meinung nach um sozusagen keine Fehler in der Subvention zu machen etwas professionellere Struktur.

00:26:12: Es gibt Engagement.

00:26:13: Das muss einfach professionalisiert sein?

00:26:16: Ja, das würde ich definitiv... Also es würde schon sagen also wie gesagt wir haben zwei Handlungsstränge in der Jugendhilfe.

00:26:23: Du brauchst so definitiv eine professionelle Geschäftsstelle und eine Struktur Personalern Buchhalterinnen Und auch Menschen die sozialen Beschaffung machen.

00:26:33: Zusammenarbeit ist Ansonsten wird das nicht funktionieren hängt aber auch natürlich vom Umfang der Tätigkeiten.

00:26:40: Professorin der Struktur ist enorm wichtig und das ist so auch eine DNA, es ist sehr wichtig dass wir das halten.

00:26:45: Und wenn wir weiter skalieren, dass da auch entsprechend mit wachsen lassen, das war auch ein Thema wo wir sozusagen viele Angebote geschaffen haben.

00:26:54: am Anfang.

00:26:54: also ich will sozusagen betonen, dass das nicht immer bei uns auch nicht glatt lief sondern wir auch sehr viel später dazugelernt haben und noch sozusagen den Verwaltungsbereich auch professionalisiert hat.

00:27:08: Jetzt hast du ja schon viel erzählt von der Bedeutung für Netzwerken, jetzt ihr seid in Leitzig und den Hallow unterwegs.

00:27:17: Wir haben zwischendurch immer wieder mal auf Kinnings- und die Kinnigstiftung oder Foundation und deren Fellowship hingewiesen auf einer Veranstaltung, von denen haben wir uns ja auch kennengelernt.

00:27:28: Kannst du nochmal zwei drei Worte dazu sagen was dieses Kinnigs Fellowship eigentlich ist?

00:27:33: Und warum das für dich auch ein Mehrwert hatte?

00:27:36: Ich kannte die Kinnings Akademie vorher auch überhaupt nicht und mir wurde das dann absläubt sich von einem Geschäftsführer vom Impact.

00:27:46: Und die Akadémie bringt unterschiedlich, da war ich am Anfang extrem skeptisch dass es wirklich passiert weil ich war schon in unterschiedlichen Formaten gleiche Natur ist es vor allem in unserer Gorte gelungen.

00:28:02: sehr viele unterschiedliche Menschen, unterschiedlicher Arzt, unterschiedliche Berufsfälle und auch politisch sozusagen auch anders denkend.

00:28:13: Und diese sind als Peer Group zusammengebracht und inspirieren bewegen und Dinge zu bewegen.

00:28:20: Wir haben unterschiedliche Formate im letzten Jahr zusammen verbracht.

00:28:24: Ich glaube Ziel war es auch vor allem dass man sich gegenseitig kennenlernt Reibungen sieht das reibungen wichtig sind.

00:28:32: Das ist sozusagen, dass wir miteinander über bestimmte Themen diskutieren und debattieren.

00:28:38: Ich muss sagen, dass das Hochprofessional aufgezogen wurde nicht nur von den zwei Geschäftswörtern sondern auch vom gesamten Tief.

00:28:46: Und wie gesagt ich war sehr skeptisch und als ich das dann gesehen habe, so viel unterschiedliche Menschen zusammenzubringen Das auch platt über die Bühne zu bringen, sozusagen war schon beberdenswert.

00:29:00: Also ich habe sehr viel dazugelernt von den jungen Menschen, die jetzt mit drei, zwanzig, vierundzwanzig Neues gestalten, irgendwie mit wieviel Energie hier reingehen.

00:29:10: Das hat nicht auch wieder inspiriert muss ich sagen.

00:29:14: Aber das Ziel ist ja auch da nochmal ganz klar dass das alles Leute sind die sich eben in Brandenburg, in Nettenburg-Vorpommern, in Sachsen anhalten und den Thüringen engagieren.

00:29:25: Richtig!

00:29:25: Und die Fokusses zusammen

00:29:27: sind auch noch mal zum Verständnis?

00:29:28: Die kommen in eine Akademie zusammen und bekommen eine Fortbildung quasi oder wie viel ist

00:29:34: mir

00:29:34: das?

00:29:35: Ganz kurz für die Hörer, die das nicht wissen...

00:29:37: Genau, der Fokus ist Ostdeutschland bei den neuen Bundesländern und ich habe parallel auch eine Fortbildung gemacht im Bereich Sozialmanagement da geht es um Fachnessen.

00:29:45: Weil der Kinningsakademie geht es vor allem auch um sich selbst.

00:29:51: Man guckt, was sind meine inneren Herausforderungen?

00:29:57: Wir haben uns alle zwei Monate getroffen zu unterschiedlichen Themen und im ersten Mal ging's wirklich um zu gucken, was ist mein eigenes Herausforderung und wie kann ich die bewältigen, um ja zur Wachstum.

00:30:08: Wir waren in einem Hassott-Platten-Institut in Potsdam haben die Methode Design Ting in Kängeland sehr wertvoll und es war wirklich sehr viel Qualität, um sozusagen zu lernen für wen mache ich das eigentlich.

00:30:21: Und wie mache ich dass?

00:30:23: War sehr wichtig!

00:30:24: Und wann?

00:30:24: in Italien haben dort sozusagen soziale Organisationen getroffen, die Verhältnisse im Italien-Känglern... unglaublich inspirierend auch für mich sozusagen.

00:30:35: wie privilegiert wir eigentlich in diesen Bereichen im Vergleich zu?

00:30:40: Italien ist ein europäisches Land und hat mir auch noch mal gezeigt, weil viel dort über private Gelser bewegt werden muss.

00:30:48: Weil es gibt kaum bis gar keine staatliche Subventionen war da beispielsweise ein Jugendhaus besucht, ähnliches Format.

00:30:58: Die gehe ich sozusagen auch in Deutschland machen also wie als Haussofi und habe wirklich die Energie des Einrichtungsleiters und das hat mich auch wieder wirklich sehr inspiriert.

00:31:09: Es waren sehr bewegende Momente für mich mit wie viel Engagement die Menschen dort sozusagen tätig sind und auch die Jugendlichen in welchen Verhältnissen sie leben müssen.

00:31:19: Klingt an einer spannenden Lernreise!

00:31:21: Das ist echt cool.

00:31:22: aber Victoria vielleicht Gehen wir weiter und du hattest noch eine Frage an Jussof.

00:31:28: Ja, nach dieser Lernreise und allem was du jetzt in den zehn Jahren mitgenommen hast?

00:31:32: Was würdest du dem jungen Juscof von zwanzig fünfzehn sagen?

00:31:38: Ich würde ihm... Das ist eine sehr gute Frage!

00:31:45: Ich würde sagen macht das was du genau gemacht hast vielleicht sozusagen.

00:31:49: Ich habe es eingangs gesagt, ich wiederhole es nochmal.

00:31:51: Ich hatte auch nie vor sozusagen da zu sein wo ich jetzt bin weil ich einfach diese Themen eigentlich zur Seite schieben wollte.

00:31:59: aber am Ende würde ich ihm sagen...

00:32:03: Den Dreiundzwanzigelgen?

00:32:05: Bleibt dran mach das was du sozusagen fühlst und für mich war es wichtig etwas aufzubauen was immer und auch lange Zeit nach uns bleibt was Sinnstiften ist.

00:32:19: Genau das, was du auch brauchst.

00:32:23: Danke dir!

00:32:24: Jetzt kommt noch unsere traditionelle Abschlussfrage.

00:32:27: Wann bist Du denn das erste Mal mit Zivilgesellschaft in Berührung gekommen?

00:32:32: Jeder hat ja so seine eigene Definition von Zivil-Gesellschaft.

00:32:35: Ich hab Zivil Gesellschaft im Elternhaus, ich habe wie gesagt einen Plattenbau in Darmstadt gelebt und meine Eltern nahmen doch da Und ich hab gesehen, zum Beispiel zu meiner Mutter In der Nachbarschaft, unterschiedliche Menschen.

00:32:51: Ich war sehr jung und er hat es immer noch zusammengebracht.

00:32:55: Wir haben gemeinsam gefrühstückt.

00:32:59: unten gab's eine Ladenfläche.

00:33:02: Dort habe ich das beobachtet und gesehen In Halle und in Leipzig mit Engagement, Ehrenamt.

00:33:12: Wie gesagt ich war auch an der Universitären Gremien schon unabhängig von der Geflüchteten oder Migrationsarbeit oder vom Haus.

00:33:18: so viel engagiert, ehrenamtlich.

00:33:22: Super danke dir!

00:33:23: Vielen Dank dass du uns deine Geschichte erzählt hast.

00:33:26: Sehr gerne hat mir Spaß gemacht.

00:33:28: Danke sehr.

00:33:29: Zum Schluss wie immer drei Aussagen die man in dieser ganzen Debatte häufig

00:33:33: hört

00:33:35: Und eine wäre, Zivilgesellschaft springt nur ein wenn der Staat versagt.

00:33:40: Zivil-Gesellschaft haben wir heute gelernt entsteht oft das einem in Puls aber sie wächst durch Verantwortung und Struktur und sie ergänzt Sie ersetzt nicht.

00:33:51: Ehrenamt reicht doch!

00:33:53: Ehrenamte ist häufig der Anfang.

00:33:55: Nachhaltigkeit braucht häufig auch Professionalität Wenn Engagement dauerhaft wirken soll.

00:34:01: Professionalisierung zerstört Idealismus.

00:34:05: Da haben wir heute von Jusof gelernt, dass das so sicherlich nicht stimmt.

00:34:08: Professionalisierung schützt Engagement und macht es belastbarer und das macht es langfristig wirksam.

00:34:14: Ich glaube, das ergänzt sich wirklich sehr gut!

00:34:16: Und das haben wir jetzt noch mal sehr eindrücklich von Jussoph gehört.

00:34:20: Ja, danke an dieser Stelle.

00:34:23: Ja Michael, heut ging's nicht um Integration als Problem sondern um Integration ist Bestaltung?

00:34:30: Genau, wir haben gesehen, eben nicht nur aus Programmen entsteht.

00:34:34: Sie entsteht tatsächlich aus Verantwortung, wenn Menschen Verantwortung übernehmen.

00:34:39: Manchmal beginnt sie mit einem einzelnen Menschen der sagt ich schau'n nicht weg.

00:34:44: Da würde ich immer noch ergänzen, weil bei Yusuf haben wir ja auch gesehen dass es immer die Gruppe ist, die da ganz viel tut und die da Dynamik schafft und deswegen ist es dann spannend zu sehen wie daraus Strukturen entstehen und wie dann daraus eigentlich auch Engagement-Infrastruktur entsteht.

00:34:59: Das stimmt, vielleicht liegt hier unsere heutige Botschaft.

00:35:02: Zivilgesellschaft wartet nicht auf Zuständigkeiten sie übernimmt sie

00:35:07: Und genau deshalb ist sie kein Lückenfüller sondern eben eine Mitgestalterin unserer Demokratie.

00:35:11: auf jeden Fall

00:35:13: Wir freuen uns wie immer über Feedback, liked und kommentiert und helft uns dabei diesen Podcast bekannt zu machen.

00:35:21: Ja genau bis zur nächsten Folge der NGO-Debatte Denn Sie geht uns alle

00:35:26: an!

00:35:28: Eine Produktion der Metzenater-Stiftung und Wider Sense.

00:35:34: Redaktion & Konzept, Victoria Strachwitz und Michael

00:35:38: Seberich

00:35:40: gefördert von der Robert Bosch Stiftung – und der Schöpflinenstiftung.