Warum arbeiten Menschen für NGOs?
Shownotes
"Wenn Millionen Menschen sich bewusst für niedrigere Gehälter entscheiden, weil sie im Gegenzug Sinn und Wirkung erfahren, dann ist das ein enormer Wert für die Gesellschaft. Diese intrinsische Motivation stabilisiert Organisationen, die sonst am Arbeitsmarkt kaum konkurrenzfähig wären. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – diese Motivation ist nicht unendlich belastbar. Sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Wenn die wegfallen, wenn die eigene Arbeit delegitimiert wird, weil z.B. die Rahmenbedingungen nicht stimmen oder die Finanzierung unsicher ist, dann erodiert auch die Motivation."
In dieser Folge sprechen Victoria Strachwitz und Michael Seberich mit Prof. Dr. Marlene Walk, Dozentin und Forscherin im Bereich Non-Profit an der Universität Freiburg, über die Zivilgesellschaft und NGOs als Teil des Arbeitsmarktes. Einerseits geht es um die Leistung dieses Sektors, andererseits um seine Arbeitsbedingungen, sowie die Motivationen seiner Arbeitnehmer*innen. Darüber hinaus wird außerdem wieder über die Folge von finanziellen Kürzungen gesprochen.
Unsere Argumentationshilfen:
„NGOs sind ineffizient – Unternehmen können das besser.“ Nonprofits arbeiten unter anderen Zielvorgaben. Sie maximieren nicht Gewinn, sondern Wirkung. Effizienz misst sich hier nicht nur finanziell, sondern gesellschaftlich.
„Wenn Fördermittel gekürzt werden, ist das eben Marktbereinigung.“ Nonprofit-Arbeit folgt keiner klassischen Marktlogik. Wenn Stellen im Bereich Demokratie, Prävention oder Bildung wegfallen, verschwindet nicht nur ein Produkt – sondern gesellschaftliche Infrastruktur.
„Wer für NGOs arbeitet, macht das aus Idealismus – das ist doch privat.“ Idealismus ist kein Hobby, sondern ein arbeitsmarktlicher Faktor. Millionen Menschen entscheiden sich bewusst für diesen Sektor. Ihre Motivation stabilisiert Organisationen - aber sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen.
Wichtige Quellen und Texte zur Folge:
Schubert, P., Kuhn, D., Tahmaz, B. (2023). ZIVIZ-SURVEY. https://www.ziviz.de/sites/ziv/files/ziviz-survey_2023_hauptbericht.pdf.
Krimmer, H. (2018). Datenreport Zivilgesellschaft. https://doi.org/10.1007/978-3-658-22958-0.
Labigne, A., Priemer, J., Kempf, J., JPMorgan Chase Foundation & Stifterverband. (2021). Arbeitsmarktintegration – Erfolgsfaktor Zivilgesellschaft. https://www.ziviz.de/sites/ziv/files/arbeitsmarktintegration_erfolgsfaktor_zivilgesellschaft.pdf.
Walk, M. & Peterson, E. (2022). Volunteers as Active Shapers of their Work: The Role of Job Crafting in Volunteer Satisfaction and Organizational Identification. VOLUNTAS International Journal Of Voluntary And Nonprofit Organizations, 34(2), 289–300. https://doi.org/10.1007/s11266-022-00462-x.
Walk, M. & Rameder, P. (2022). Freiwilligenmanagement in NPO in Meyer, M., Simsa, R. & Badelt, C. (2022). Handbuch der Nonprofit-Organisation: Strukturen und Management. S. 471-491. ISBN: 978-3-7910-5561-9
Walk, M. & Peterson, E. (2021). Volunteers as Shapers of their Work: Job Crafting in Satisfaction and Organizational Identification. Academy Of Management Proceedings, 2021(1), 10708. https://doi.org/10.5465/ambpp.2021.10708abstract.
Vogel, L., Kittel, B. (2020). Arbeit in Non-Profit-Organisationen aus arbeitssoziologischer Perspektive: Arbeitsmarktintegration zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Wirtschaft und Gesellschaft 46. Jg. Heft 3.
Hummel, S., & Schubert, P. (2025). Das Anti-NGO-Narrativ: Wie versucht wird, die Zivilgesellschaft zu delegitimieren. (Opusculum 200). https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-104718-8.
Sidel, M. (2026). The Nonprofit Sector and Philanthropy in the United States in the Trump Era: An Outline of Selected Moves and Pressures Against the Sector. (Observatorium 89) https://www.maecenata.eu/wp-content/uploads/2026/01/OB-89_Sidel_USA.pdf.
Sachse, I. & Ennemoser, A. (2018). Professionelles Freiwilligenmanagement in Non-Profit-Organisationen. In Herausforderung Notfallmedizin: Innovation - Vision - Zukunft (S. 63–71). https://doi.org/10.1007/978-3-662-56627-5_6.
Redaktionsschluss für die Folge war der 18.06.2026, 12:00 Uhr
Impressum
Gefördert durch: Robert Bosch Stiftung und Schöpflin Stiftung
Eine Produktion von: Maecenata Stiftung und Wider Sense
Redaktion & Konzept: Victoria Strachwitz, Michael Seberich
Produktionsteam: Lisa Klisch (verantwortlich), Anna Henke, Ansgar Gessner, Sascha Nicke, Pauline Fritz
Gestaltung: Joerg Solzbacher, Lisa Klisch
Transkript anzeigen
00:00:01: Es gibt viele Millionen Menschen, die sich eben bewusst für die Arbeit im Non-profit Sektor und damit auch im Schnitt niedrigere Gehälter entscheiden.
00:00:09: Weil sie im Gegenzug sich erhoffen, Sinn und Wirkung zu erfahren in dem was sie täglich tun.
00:00:14: Und das ist natürlich ein enormer Gewinn und auch Wert für die Gesellschaft.
00:00:18: Diese intrinsische Motivation stabilisiert unsere Non-Profit Organisationen, die sonst am Arbeitsmarkt kaum konkurrenzfähig wären.
00:00:24: Aber dass es der entscheidende Punkt ist, die Motivaton nicht unendlich belastbar.
00:00:43: In Deutschland arbeiten rund drei Komma sieben Millionen Menschen hauptamtlich im Non-Profit Sektor.
00:00:47: Dazu kommen siebenundzwanzig Millionen Ehrenamtliche, das ist ein erheblicher Teil des Arbeitsmarktes und unseres gesellschaftlichen Lebens.
00:00:57: Und trotzdem behandeln wir diesen Bereich politisch oft wie ein Förderprojekt als wäre er optional.
00:01:03: Wir wollen deshalb heute wissen, warum arbeiten Menschen dort?
00:01:06: Warum bleiben sie, obwohl sie oft weniger verdienen?
00:01:09: und was passiert wenn die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen unsicher werden.
00:01:15: Bei uns ist Prof.
00:01:16: Dr.
00:01:16: Marlene Walck, sie ist Professorin an der Fakultät für Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften in der Uni Freiburg.
00:01:22: Sie hat den Lehrstuhl für Public and Non-profit Management.
00:01:26: In
00:01:26: anderen Worten, sie erforscht den deutschen und den US-amerikanischen Non-Profit Sektor mit einem Schwerpunkt auf den Mitarbeitenden deren Motivation und auf Personalmanagement.
00:01:37: Frau Professor Walck oder wie wir uns jetzt gerade schon geeinigt haben, Marlene.
00:01:41: Schön dass du da bist!
00:01:43: Hallo ich freue mich sehr hier zu sein.
00:01:44: Zunächst einmal stimmen unsere Zahlen
00:01:47: Ja, also die Zahlen habt ihr gut recherchiert.
00:01:51: Die erste Zahl kommt aus dem Zivil-Service, Dreiundzwanzig.
00:01:54: Es ist allerdings spannend wirklich nochmal hervorzuheben dass die meisten unserer zivilgesellschaftlichen Organisationen eigentlich keine hauptlamptischen Beschäftigten haben nämlich wir sehen das niliglich nur siebenzwanziger Prozent überhaupt bezahltes Personal haben.
00:02:08: die sieben zwanzig Millionen Menschen die du ja schon erwähnt hast die sich freiwillig engagieren, sind wirklich beachtlich.
00:02:14: Und hiermit kommen wir auf eine Engagementquote, die wir im letzten Freiwilligenservice bekommen haben von thirty-six Prozent bis sieben Prozent.
00:02:24: Das ist zwar ein bisschen weniger im Vergleich zu der vorherigen Welle in den Jahren des Jahrhunderts, aber ich glaube im Kontext, dass wir auch die Pandemie zwischendurch hatten doch wirklich bemerkenswert.
00:02:35: Warum arbeiten die Menschen im Nonprofitsektor?
00:02:37: Obwohl sie im privaten Sektor viel mehr verdienen könnten meistens.
00:02:42: Ist das Idealismus oder ist es eine bewusste, rationale Entscheidung für dieses Engagement bzw.
00:02:48: diesen Arbeitsplatz?
00:02:49: Ja, gut.
00:02:50: Das sind natürlich zentrale Aufgaben oder zentralen Fragen in meinem Forschungsfeld.
00:02:55: Wir sehen aus Studien, dass Mitarbeiter im Non-profit-Sektor häufig sehr Werte getrieben sind und diese Werte eine hohe Wichtigkeit für die Personen haben.
00:03:03: Es bedeutet das, dass die Sinnhaftigkeit in der Arbeit ganz vorne steht oder auch die Wirkung, die man mit der eigenen Arbeit in einer Gesellschaft haben möchte.
00:03:11: Dass man vielleicht auch wirklich das Tun seiner Arbeit auch sehen will an und mit den Menschen, mit denen man ja meistens im non profit Sektor arbeitet.
00:03:19: Das heißt nicht, dass auf der anderen Seite das Gehalt keine Rolle spielt.
00:03:22: Natürlich ist das Gehalt wichtig und es muss auch passen aber es ist eben nicht der einzige oder ausschlaggebende Faktor für die Entscheidung im Non-profit Bereich zu arbeiten.
00:03:31: also deswegen würde ich jetzt nicht sagen Michael, dass es irrational ist sondern schon eine rationale Entscheidung Aber halt eben nach einer anderen Prioritisierung.
00:03:41: Werte spielen quasi eine größere Rolle als Gehalt
00:03:45: Ja irgendwie schon.
00:03:46: Und die Frage, ob die Menschen dann bleiben im Sektor hängt wirklich auch von Rahmenbedingungen ab der Arbeit.
00:03:51: Also wie ist die Arbeit vergütet?
00:03:54: Ist die Vergütung fair?
00:03:55: Gibt es professionelle Strukturen?
00:03:57: gibt es eigene Entwicklungsmöglichkeiten in der Rolle oder vielleicht auch in der Roll hinaus?
00:04:02: eben non-profit Kontext Wie ist die Wertschätzung?
00:04:05: also wir sehen schon das Werte allein nicht ausreichten.
00:04:09: Die Organisationen müssen schon gucken dass sie die Leute halten und funktioniert nur, wenn man auf die Werte und auch auf die Motivationshaltung der Leute acht gibt.
00:04:23: Hier nochmal einfach ganz kurz der Hinweis – das merkt man jetzt ja schon in diesem Gespräch haben wir ganz viele Fakten, Daten
00:04:30: etc.,
00:04:30: PPP-Hinweise auf Studien weil jemand mit mir sprechen, der so ganz direkt aus der Forschung kommt und in den Show Notes finden sich am Ende dann natürlich für diesen Podcast noch mal die Quellen wo man Sachen nachlesen kann.
00:04:44: also Die Motivation im Non-profit Sektor ist nicht irrational, sondern einfach anders gewichtet.
00:04:52: Ja, das würde ich schon so sagen.
00:04:54: Und das hat auch natürlich volkswirtschaftliche Implikationen.
00:04:57: Weil wie wir ja eingangs gesagt haben es gibt viele Millionen Menschen die sich eben bewusst für die Arbeit im Non-profit Sektor und damit auch im Schnitt niedrigere Gehälter entscheiden weil sie im Gegenzug sicher hoffen Sinn und Wirkung zu erfahren in dem was sie täglich tun.
00:05:12: und dass ist natürlich ein enormer Gewinn und auch Wert für die Gesellschaft.
00:05:15: diese intrinsische Motivation die stabilisiert unsere non profit Organisation die sonst am Arbeitsmarkt eben kaum Konkurrenz.
00:05:22: aber das ist eben der entscheidende Punkt, die Motivation.
00:05:24: Die ist nicht unendlich belastbar.
00:05:26: und jetzt komme ich noch mal zurück auf die Rahmenbedingungen, weil wenn diese wegfallen oder sei man nicht gut sind, wenn die eigene Arbeit vielleicht delegitiert wird dann entscheiden sich Menschen auch anders und das könnte dann gegebenenfalls ein Problem sein für viele Organisationen.
00:05:46: Es fand ich total spannend, angesichts der Tatsache, dass Deutschland auch die olympischen Spiele austragen will.
00:05:53: Du hast anlässlich das Eurovision Song Contest, in Basel, freiwillig interviewt und das Freiwilligen-Management untersucht.
00:06:02: Warum engagieren Menschen sich freiwilliger bei einem Großereignis für das sie überhaupt kein Geld bekommen?
00:06:08: Es bindet sich nicht langfristig, es ist einfach so ein kurzer Ausflug.
00:06:12: Ja ... total spannend.
00:06:14: Also wir durften mit einer Forschendengruppe gemeinsam von der Uni Basel und Uni Freiburg in Basel sein vor Ort, freiwillige Interviews.
00:06:24: Das deckt sich im Großen und Ganzen auch mit dem, was wir sowieso schon wissen von der event-freiwilligen Forschung.
00:06:30: aber wir haben auch einige, sag ich mal Eurovision Song Contests spezifische Dinge rausgefunden.
00:06:35: also was viele uns gesagt haben war dieses dieses Event einmal selber zu erleben so once in a lifetime.
00:06:41: also ich habe jetzt die Möglichkeit hier dabei zu sein oder wirklich hautnah etwas mitzuerleben.
00:06:46: es gab aber auch andere Freiwillige, die gesagt haben naja ich bin Basler.
00:06:50: Ich bin Baslerin.
00:06:51: Ich möchte meine eigenen Stadt auch was zurückgeben und es setzt mich dafür ein und bin auch dafür bereit viele Tage in meiner Freizeit oder im Urlaub für die Stadt und für dieses Ereignis zu verbringen.
00:07:03: Wir sehen auch soziale Motive.
00:07:05: also ich will vielleicht auch Kontakte knöpfen ich will neue Leute kennenlernen ich will dann in der Gemeinschaft sein Und da gibt's aber eine Gruppe die sehr sehr pragmatisch ist und sagt na ja Vielleicht kann ich hier was lernen.
00:07:16: Es geht bei dieser Gruppe um Kompetenzerwerb, vielleicht kann man Einblicke in ein professionelles Event bekommen und da sich gegebenenfalls auch etwas auf den Lebenslauf schreiben.
00:07:25: Also relativ breite Motivationshaltung.
00:07:28: Was wir sehen ist allerdings, dass neben all diesen unterschiedlichen Motivationfaktoren Sie freiwilligen auch eine gewisse Erwartung an die Organisation, ihre Einsatzes haben.
00:07:37: Dass man einfach auch eine Erwartungen hat, an dessen wie ist der Einsatz gemanagt und organisiert so dass er dann auch reibungslos stattfinden kann.
00:07:46: Hatten sie damals Probleme Leute zu bekommen eigentlich oder wurden die überrannt?
00:07:50: Ja, also es war ganz spannend.
00:07:52: Weil die Organisationen gesagt hat, die Freiblinge müssen sich zehn Tage freinehmen dafür und zehn Tage überlegen an euren Urlaubskalender?
00:08:01: Das ist schon ganz schön viel wenn man sich für zehn Tage irgendwie freischaffen muss!
00:08:05: Und da mussten die Organisatoren auch runter vorn.
00:08:09: Also waren dann später nur noch sieben Tage, die sich die Freiblings verpflichten mussten.
00:08:13: in diesem sieben Tageszeitfenster durften die auch flexibel eingesetzt werden in unterschiedlichen Schichten, die unterschiedliche Länge hatten.
00:08:20: Es wurden genug gefunden aber auch nur durch diese Veränderung von zehn auf sieben Tage.
00:08:26: Ah ja okay!
00:08:27: Gibt es denn Unterschiede zwischen freiwilligen Engagement bei einem Event wie dem European Song Contest und langfristigem Engagement im Verein oder Stiftungen?
00:08:35: Ja, total.
00:08:36: Also dieser ESC-Event so was würden wir unter kurzfristigem Engagement beschreiben?
00:08:43: und das ist natürlich wie du selber sagst zeitlich sehr begrenzt.
00:08:47: also im Rahmen von einem Event hat man eben wirklich sehr spezifische Aufgaben und es ist nach mehreren Tagen dann vorbei.
00:08:55: Wir sprechen hier in dem Fall von Event-Engagement, aber es gibt noch anderes kurzfristiges Engagement.
00:09:00: Stellt euch vor, es kommt bei mir jedes Jahr die Anfrage ob ich nicht beim Waffelstand des lokalen Sportvereins in denen meine Söhne sind helfen kann.
00:09:08: Das ist so ein klassisches Beispiel.
00:09:09: ihr nickt alle also die WhatsApp-Anfragen kommen Das macht man halt.
00:09:16: Dieses kurzfristige Engagement bei einem Event oder den Waffelteig irgendwie vorzubereiten, das ist eben unverbindlich und zeitlich sehr begrenzt.
00:09:26: Wenn wir uns jetzt aber langfristiges Engagement angucken, wie wir das in Fein und auch Stiftungen sehen.
00:09:32: Das erfordert eben eine höhere Verbindlichkeit und einfach eine längere zeitliche Verpflichtung.
00:09:37: Also ich bin Übungsleiterin im Sport und mache das irgendwie einmal die Woche.
00:09:41: Mein Sohn geht zu den Fahrtfindern, da sind Leute, die jeden Freitag zwei Stunden auftauchen um mit den Kindern die Natur kennenlernen.
00:09:47: Das ist so klassische Beispiele für langfristiges Engagement.
00:09:52: Und wir sehen ... Noch mal zurück zu den Daten, die Michael Du schon erwähnt hast.
00:09:56: Wir sehen im freiwilligen Survey, dass es hier diese zeitliche Komponente eins mit der Gründe ist oder das Menschen auch sagen ich schaffte es nicht mehr und vor haben ihr Engagement zu beenden weil es einfach ein langfristiges Commitment ist.
00:10:13: und dieses kurzfristige Engagement kann man vielleicht eher noch einmal dazwischen schieben als dieses wirklich sehr regelmäßige.
00:10:24: Was können denn dann aber Organisationen, also die Vereine und Stiftungen von so einem Großereignis über professionelles freiwilligen Management lernen?
00:10:32: Gibt es da irgendetwas was sie mitnehmen könnten daraus?
00:10:35: Ja ich denke schon.
00:10:36: Also man muss natürlich... Mitdenken, dass der Eurovision Song Contest ist natürlich ein großer Event.
00:10:43: Da steckt man and woman power dahinter.
00:10:47: Wir haben uns speziell da auch noch mal die Kommunikation angeguckt und ich glaube was sich auch kleinere Organisationen so abschauen könnten es wirklich eine ganz klare Kommunikations weil freiwillige brauchen eindeutige Aufgaben und sodass sie eben eine klare Erwartungshaltung entwickeln können.
00:11:08: Also warum ihre Arbeit zählt, das hat viel mit.
00:11:12: und es wäre so mein zweiter Punkt auch Wertschätzung zu tun.
00:11:16: Bei Groß-Events passiert das oft.
00:11:18: also da gibt's irgendwie T-Shirts oder vielleicht einen schön gestalteten Raum den man zur Pause benutzen kann mit einem Tischkicker usw.. Und das geht glaube ich, oft unter im Vereinsalltag wo man quasi die wöchentliche Routine managen muss.
00:11:33: Aber sich da auch noch mal Zeit zu nehmen wie kann man Wertschätzung auch gestalten ist glaube ich wichtig.
00:11:39: und dann denke ich große Events haben natürlich professionelle Strukturen.
00:11:43: also die haben vielleicht Schulungen, die haben Koordinatoren.
00:11:47: das ESC Event hatte zwei Kickoff Veranstaltungen wo wirklich alle nochmal zusammen kamen und ihre Informationen bekommen haben.
00:11:55: Das ist natürlich für auch kleine Organisationen oft eine Kapazitätsfrage.
00:12:00: Also wenn ich eine Organisation habe, die komplett ehrenamtlich getragen ist dann muss halt auch eine ehrenamtliche Person das auch noch mitmachen und das ist ein zusätzliche Belastung da.
00:12:11: Und hat oft ja auch nochmal was mit einer anderen Planung zu tun.
00:12:15: eher ... muss man sich nochmal überlegen, das ist was Strategisches und das geht ja im operativen Alltag oft unter.
00:12:24: Das bedeutet aber schon dass diese alte Weisheit beziehungsweise Erkenntnis aus der Forschung sich da auch bestätigt im Idealfall professionelle Strukturen habe, die sich vor allem um die Ehrenamtlichen kümmern und um das ... Die Organisation des ehrenamtlichem Managements.
00:12:40: Und um die Kultur da drum herum.
00:12:42: Dass das eben auch eine wichtige Rolle spielt und dass man das eigentlich nicht verkennen darf?
00:12:47: Ja total!
00:12:48: Also wenn es da ne Struktur gibt, das ist natürlich super.
00:12:52: Ihr habt das ja selber gehört.
00:12:54: Ich hab Neulichern, ich hör ja auch euren Podcast.
00:12:57: Ich habe Neulichen, die Folge mit der Kollegin vom Olympischen Sport Und die hat ja auch erzählt, sie haben so eine Rolle wo sie quasi die lokalen Organisationen unterstützen.
00:13:11: Und das passiert aber halt nicht in jeden Kontexten.
00:13:13: Nicht überall gibt es so ein Dachverband, der sowas leisten kann und ... Das ist dann eben schwierig.
00:13:18: solche Informationen auch Handreichungen oder wie kann man's denn in einer Praxis gut machen?
00:13:23: Viele Organisationen machen's auch intuitiv.
00:13:26: Es gibt ja irgendwie Dankeschönfeste, Grillfeste
00:13:30: usw.,
00:13:30: also dass schon, dass das passiert.
00:13:32: ich glaube, da darf man auch nicht unterschätzen, wie viel gute Arbeit da schon läuft.
00:13:40: Jetzt hast du ... Im Vorgespräch angedeutet, dass du künftig Stärke zu Non-Profit Governance auch forschen willst.
00:13:46: Also nicht nur die Ehrenamtlichen quasi wie gewinnt man die sondern wie gewinnt man ehrenamtliche für Vorstandsarbeit?
00:13:54: Hast du da Tipps für die Höhre?
00:13:55: was können Vereine tun um Vorstandsposten leichter besetzt so kommen
00:14:00: Ja, also das ist wirklich ein neues Thema für mich.
00:14:05: seit ich wieder in Deutschland bin.
00:14:06: Das ist mehr als drei Jahre und auch so lokal versuche mich zu vernetzen höre ich dies aus unterschiedlichen Kontexten sowohl aus dem Bereich Bürgerstiftung, aus dem deutschen Roten Kreuz oder auch aus dem Sportbereich dass es einfach da Schwierigkeiten gibt.
00:14:23: Und wie ihr ja auch aus eurer Arbeit wisst, ist es ohnehin schon schwierig ehrenamtliche für normale Rollen zu gewinnen.
00:14:30: und Vorstandsrollen, da ist es eben besonders schwierig.
00:14:34: Weil natürlich Vorstände noch mal eine verantwortungsvolle Position haben oder eine Rolle haben in den Organisationen.
00:14:43: Die Crux ist das Vereine ohne einen besetzten Vorstand eigentlich nicht handlungsfähig ist.
00:14:49: Es gibt die Strukturen nicht her.
00:14:51: Jeder Verein in Deutschland braucht zwei Dinge, eine Satzung und ein Vorstand Und wir sehen auch aus den Civiz-Daten, dass das aus dem Sport – siebzehn Prozent der Organisationen eben selber sagen nicht genügend Ehrenamtliche für diese Leitungsposition zu finden.
00:15:10: Victoria, du wolltest gerne Tipps von mir.
00:15:12: Vielleicht müsst ihr mich in ein paar Jahren noch mal einladen?
00:15:14: Weil das ist wirklich ein neues Forschungsprogramm was ich jetzt starten will und ich hoffe dass sich dann mit handfesten Tipps irgendwann nochmal kommen kann.
00:15:23: Das
00:15:23: sind wir gespannt, da sprechen wir uns wieder!
00:15:25: Ich glaube viele Vereine freuen sich über diese Tipps.
00:15:30: Genau, dann mal zurück zu den Hauptamtlichen.
00:15:32: Die Zahl ist ja doch relativ beeindruckend das drei Kommasien Millionen Beschäftigte in Deutschland im der Zivilgesellschaft Arbeit.
00:15:39: Wir haben schon mit der Generalsekretärin des Kalters Verbandes auch gesprochen wo sich herausstellt dass es der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland.
00:15:47: Das ist ja schon volkswirtschaftlich auch relevant.
00:15:50: Warum behandeln wir diesen Bereich politisch oft eher wie so ein Förderprojekt und nicht wie so einen Wirtschaftssektor?
00:15:57: Irgendwelche Ideen
00:15:59: Ja, einige.
00:16:01: Also ich glaube das hat so ein bisschen mehrere Ursachen.
00:16:03: also einmal ist es so dass der Sektor an sich könnt ihr mal gucken beim Statistischen Bundesamt er taucht nicht als separat das Wirtschaftssektor auf und das ist natürlich ein Problem.
00:16:14: wenn wir hier wie du sagst drei Kommasie Millionen Beschäftigte haben die sich aber auf unterschiedlichen Branchen wie Gesundheit Bildung oder Soziales verteilen wissen wir gar nicht.
00:16:23: Wie groß ist denn das was wir unter einem Profil-Sektor verstehen eigentlich?
00:16:28: muss man sich dann zusammen glauben, so ein bisschen.
00:16:31: Zum anderen gibt es natürlich diese tieferwurzelte Vorstellung das richtige Wirtschaft ist gewinnorientiert und alles andere ist dann eben nur gefördert.
00:16:43: Und man vergisst dabei oft dass die großen Organisationen im Non-profit Sektor eigentlich erhebliche Summen erwirtschaften die über eine Million Jahre Einkommen haben, also denkt einfach an die Krankenhäuser oder Einrichtungen in den Wohlfahrtsverbänden.
00:17:00: Das ist dann in dem Fall kein Hobby – das ist ne echte wirtschaftliche Realität!
00:17:08: Wenn der Sektor eben durch diese Brille von Förderung betrachtet wird und da sprechen wir vielleicht gleich noch ein bisschen mehr darüber, dann unterschätzen wir die arbeitsmarktpolitische Wirkung auch.
00:17:19: In unserem Vorgespräch hast du ein Bild benutzt das ich ganz wichtig finde.
00:17:23: hier nochmal bei all den Zahlen die du jetzt gesagt hast aber am Ende ja doch so dass der Sector volkswirtschaftlich faktisch unsichtbar ist.
00:17:33: Ja, also ich bin nicht mit meinen Studierenden im Non-Profit Management in der ersten Vorlesung stehe und dann nochmal erzähle.
00:17:43: Wir versuchen jetzt mal die Daten zusammenzufinden.
00:17:45: das ist schon schwierig.
00:17:47: Also die gibt es wirklich so nicht, die muss man sich zusammensuchen.
00:17:52: Aber würde man's dann überhaupt volkswirtschaftlich merken wenn im non profit Bereich also in der zivilen Gesellschaft einen Schlag viele Stellen wegfallen?
00:18:00: Ja total!
00:18:00: Also wir sehen generell, auch wenn die Zahlennlage schwach oder schlecht ist.
00:18:07: Wir sehen schon das es generellen Wachstum gibt in dem Sektor.
00:18:13: also die letzten Zahlen habt ihr ja genannt, drei Kommasieben Millionen.
00:18:17: Wenn Stellen plötzlich wegfallen dann betrifft es viele Bereiche einfach ummittelbar.
00:18:22: na so Bildung soziales Gesundheit also alle Bereiche wo auch der Staat auf eine Leistungserbringungen durch Non-profitorganisation angewiesen ist.
00:18:32: Also denkt an Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Bildungsträger.
00:18:38: Das fängt mit der kleinen Musikschule an die Volkshochschulen an das es wäre alles betroffen und wenn dort Stellen wegfallen dann uns sich das natürlich subsumiert.
00:18:47: dann sehen wir das auch in den Daten und dass hat dann arbeitsmarktpolitische Konsequenzen Weil der Staat kann nämlich all diese Leistungen eben nicht einfach selber übernehmen.
00:18:58: Und der private Sektor, der wird es eben nur dort tun wo es auch Profite potenziell gibt und das gibt's nicht so ganz oft in unserem Bereich.
00:19:08: Schauen wir uns doch mal ein ganz konkretes Beispiel an.
00:19:12: Das staatliche Förderprogramm Demokratie Leben steht vor einer Neuausrichtung und jetzt fallen Ende des Jahres Stellen weg.
00:19:19: Projekte laufen aus Verträge enden.
00:19:23: Dann ist jetzt die Frage, unterschätzen wir da die Auswirkungen oder ist das eine normale Marktanpassung?
00:19:27: Wie sie halt so vorkommt.
00:19:30: Ja also ich denke schon dass das Risiko einer Unterschätzung sehr groß ist.
00:19:36: Also das Programm läuft ja auf dem Papier weiter wie du sagst.
00:19:38: es wird inhaltlich nochmal anders ausgerichtet.
00:19:40: im Raum stehen zwar in der Projekte die Ende des Jahres auslaufen sollen und Für diese all diese Projekte wurden über Jahren weg Strukturen aufgebaut.
00:19:50: Also Personal wurde eingestellt, Netzwerke wurden aufgebaut, da wurde Expertise akkumuliert mit Leuten im Kontakt vor Ort.
00:19:59: Strukturn einfach auch aufgebaut.
00:20:01: und wenn diese Strukture wegfallen dann ist es eben keine normale Marktanpassung wie es auch manchmal dargestellt wird Weil der Non-profit Sector eben nicht nach so einer klassischen Marktlogik funktioniert.
00:20:13: Wir können nicht einfach ein anderes Produkt anbieten, ne?
00:20:15: Wenn ein Verein eben Demokratiebildung macht in einer strukturschwachen Region und dann die Förderung wegfällt – was ist denn das andere Produkt, was angeboten wird?
00:20:26: Also wenn die Fördernung ausfällt, dann ist es halt auch total schwer eine alternative Finanzierung aufzubauen durch Spenden oder Sponsoring zum Beispiel.
00:20:38: Manche Tätigkeiten, vor allem in der Demokratiebildung sind vielleicht auch nicht so attraktiv für potenzielle Sponsoringpartner.
00:20:45: Da muss man auch noch mal ehrlich sagen das ist wichtige Arbeit die da passiert und die braucht eigentlich eine Unterstützung durch den Staat.
00:20:54: Und dann ist es natürlich so wenn einmal Infrastruktur wegfällt Dann lässt sie sich nicht einfach wieder aufbauen.
00:21:02: also weil dann geht Vertrauen verloren werden Netzwerke einfach unterbrochen und verfallen dann, wenn sich da niemand mehr drum kümmern kann.
00:21:14: Also all das was da potenziell jetzt wegfällt ist über Jahre gewachsen und das würde man dann schon merken in den ganzen Gemeinden und vor Ort.
00:21:28: Was passiert denn im Arbeitsmarkt?
00:21:30: Wo gehen denn diese Leute hin?
00:21:32: Es gibt es darf zu Untersuchungen im privaten oder auch im staatlichen Sektor Bedarf für diese Profile von diesen Menschen?
00:21:41: Ja, es ist eine wichtige Frage die wir natürlich empirisch noch nicht ausreichend untersucht haben.
00:21:47: Also was wir wissen ist schon dass Menschen die im nonprofit Sektar arbeiten sehr spezialisierte Kompetenzen mitbringen also innerpolitischen Bildung in der Präventionsarbeit vielleicht auch interkulturellen Kommunikation Community Arbeit.
00:22:02: und für diese profil gibt es halt im privaten Sektor nur begrenzt eine Nachfrage, weil dort werden andere Kompetenzen gefragt.
00:22:10: Ich denke schon dass manche in den öffentlichen Dienst wechseln können oder werden, manche vielleicht auch in anderen Non-profit Organisationen sofern's dort Stellen gibt.
00:22:19: aber ein Teil solcher befristet angelegten Stellen wird der Sektors eben verlieren und das bedeutet dann eben einen Verlust von aufgebauter Expertise um die lässt sich einfach nicht schnell kompensieren.
00:22:33: Was macht das mit den Mitarbeitenden, wenn so eine Organisation politisch infrage gestellt wird bzw.
00:22:39: wenn ihre Arbeit öffentlich delegitimiert wird?
00:22:42: Was macht es mit den Menschen?
00:22:44: Gibt's da Erkenntnisse dazu?
00:22:46: Ja, da gibt schon einiges an Erkenntnissen dazu.
00:22:48: also wenn die eigene Arbeit quasi öffentlich infragegestellt oder vielleicht auch sogar delegitiert wird dann Wirkt es wirklich auf mehreren Ebenen?
00:22:59: Natürlich kraftest erst mal die eigene Person an, die eigene berufliche Identität.
00:23:03: Weil Menschen, die sich eben Non-profit, aber in Non-Profit-Sektor beschäftigen und sich mit Dingen wie Demokratiebildung, Präventionsarbeit oder auch Gerechtigkeitsarbeit auseinandersetzen, definieren sich sehr stark über den Sinn ihrer Tätigkeit.
00:23:17: Und wenn dann diese Sinnhaftigkeit öffentlich angezweifelt wird, kann das zur Verunsicherung führen.
00:23:23: also dass man sich selber infrage stellt kommt es auch zu einer ganz praktischen Dimension.
00:23:30: Also ist mein Arbeitsplatz noch sicher?
00:23:33: Was mache ich denn eigentlich, wenn meine Stelle nicht verlängert wird?
00:23:38: Man sorgt sie vielleicht auch um die KollegInnen und hat dieses Gefühl, dass die eigene Expertise, die man hat aber eben nicht mehr politisch gewünscht wird.
00:23:48: Und das kann dann zurückführen, man kann sich gegebenenfalls selbst zensieren oder es kann auch zur Erschöpfung und Burnout führen.
00:23:58: Das heißt, diese dauerhafte Unsicherheit führt zur Erschöpfung.
00:24:01: Aber wenn man mal so was Positives reinbringen würde, kann die auch mobilisieren?
00:24:06: Ja, ich glaube das beides so ein bisschen möglich ist überlappend oder gleichzeitig laufen.
00:24:10: Also kurzfristig glaube schon dass eine externe Bedrohung enorm mobilisieren kann.
00:24:15: also wir sehen schon dass Organisationen sich irgendwie zusammentun wenn sie unter Druck stehen und da auch gemeinsam den Wert der Arbeit der Mission der Organisation hervorheben um dem auch mehr Gewicht in Außenwirkungen zu geben.
00:24:31: Aber so eine Mobilisierung hat natürlich ihre Grenzen, weil die von den Menschen, die in den Organisationen arbeiten, getragen wird.
00:24:38: Und da denke ich schon, dass das eben nicht langfristig haltbar ist oder durchzuhalten ist.
00:24:46: Weil die Leute dann auch selber gucken müssen wie geht's mit mir weiter?
00:24:50: Wenn jetzt wirklich ne Förderung ausläuft versucht man vielleicht auch selber seine Chefin ins Trockene zu bekommen und zu sagen okay lass mich selber weiter auf sicheren Bahnen sehr und je nicht meine Existenz verlieren.
00:25:04: Und dann würden wir in so einem Fall genau zu einem Zeitpunkt Menschen verlieren, die wir eigentlich am dringendsten brauchen.
00:25:10: Diejenigen, die sehr engagiert sind und viele Kompetenzen haben.
00:25:16: Jetzt bist du ja Professorin für Non-Profit Management.
00:25:20: Jetzt hören wir immer ganz oft NGOs ineffizient unternehmen.
00:25:23: könnten das alles viel besser?
00:25:26: was sagst du dazu?
00:25:27: Ja, den Satz den höre ich häufiger und ich glaube der beruht auf so einem Missverständnis.
00:25:33: Weil natürlich müssen Non-profit Organisationen auch effizient sein und effektiv weil das sind Organisationen sonst können die nicht existieren.
00:25:44: aber es ist nicht die einzige Logik die in Non-Profit Organisationen vorherrscht versuchen in diesem Kontext eben nicht nur oder nicht Gewinn zu maximieren, sondern eben Wirkung zum Maximieren.
00:25:59: Und das lässt sich ganz, ganz oft nicht an einfachen Kennzahlen messen.
00:26:02: also was ist denn der Output eines Präventionsprogramms gegen Rechtsextremismus?
00:26:07: Ist es ein Jugendlicher, der nicht radikalisiert wird.
00:26:10: wie messen wir das?
00:26:12: Und es wird ein großer Fuckungsaufwirkungsmessung gelegt und da, das wird auch immer besser.
00:26:19: Aber es ist einfach im Non-profit Kontext schwieriger Dinge zu messen und nachhalten zu können.
00:26:28: Wenn Unternehmen, sag ich mal, es besser machen können, warum tun sie's dann nicht?
00:26:33: Also wir sehen eben in manchen Bereichen keine privatwirtschaftlichen Organisation die sich engagieren weil Jetzt haben wir mal ehrlich, viele Aufgaben in den Non-Profit-Organisationen tätig sind.
00:26:46: Die sind einfach nicht rentabel am Markt.
00:26:48: Es gibt keinen Markt für Obdachlosenberatung oder für Demokratiebildung.
00:26:52: Der nonprofit Sektor – und das wissen wir außer Theorie, jetzt muss ich als Professorin auch nochmals sagen – der nonprofit Sector entsteht eben da, wo Markt und Staat einfach Lücken hinterlassen.
00:27:03: Und er versucht diese Lücken dazu zu schließen.
00:27:06: Die non-profits arbeiten auch anders als privatwirtschaftliche Unternehmen?
00:27:10: Ja, total.
00:27:11: Also in Non-profit Organisationen gibt es ein sogenanntes Gewinnausschüttungsverbot.
00:27:16: das bedeutet dass alle Gewinne die erwirtschaftet werden, das habe ich ja schon gesagt, Organisation müssen auch effizient und effektiv arbeiten.
00:27:23: Die müssen in die Mission zurück also in die eigene Arbeit reinvestiert werden Und das verändert die Steuerungslogik der Organisation.
00:27:32: hinzukommt Das haben wir schon gehört oft non-profit Organisationen in sogenannten Hybridenschrukturen arbeiten.
00:27:39: Hauptamt arbeitet neben Ehrenamt und dann kann man sich schon vorstellen, wenn hauptenehrenamtliche Zusammenarbeiten das es da auch nochmal andere Führungsansätze geben muss.
00:27:52: Außerdem gibt es unterschiedliche Stakeholder, die Non-Profit-Organisation mit einbeziehen müssen in ihrer Arbeit.
00:28:01: Da gibt es natürlich die internen, die wir schon erwähnt haben aber es gibt Fördergeber, Spenderinnen, die quasi mit bedacht werden müssen im täglichen Ton und das ist generell schon nochmal komplex.
00:28:15: Das macht es nicht unspannend.
00:28:16: Wie verhindert man dann dass Idealismus professionelle Strukturen ersetzt statt sie zu ergänzen?
00:28:22: Ja, also ich glaube...
00:28:24: Einfache Frage.
00:28:26: Sehr gut!
00:28:27: Also ich glaub wenn es heute beides nicht so als Widerspruch begreifen, weil Idealismus ... ist schon ein Motor, aber der Motor braucht einen Fahrwerk.
00:28:36: Wir brauchen professionelles Personalmanagement, wir brauchen klare Zuständigkeiten und eine faire Vergütung.
00:28:43: Und wir brauchen auch eine strategische Planung.
00:28:45: Das sind keine Gegenteile der Mission sondern einfach Voraussetzung dass man gut ins Tun kommen kann und diese Mission dann auch erreichen kann.
00:28:55: also ich glaube das dieser Professionalisierung Werteorientierung nicht ausschließt sondern sie im Gegensatz eigentlich vertragfähig macht.
00:29:04: Was macht den gute Führung im Non-Profit Sektor aus?
00:29:07: oder in der Zivilgesellschaft?
00:29:10: Alles einfache Fragen?
00:29:11: Ja,
00:29:12: genau!
00:29:13: Also ich glaube, gute Fährungen im Non profit Sektors zeichnet sich dadurch aus dass wir diese intrinsische Motivationen einfach fördern ohne diese Auszubeuten also diese Rahmenbedingungen zu schaffen in denen Mitarbeiter und auch Ehrenamtliche ihre Werte leben können weil ehrenamtlich ist sie natürlich auch da Und dazu gehört eine gute Kommunikation an Entscheidungsprozesse, die die Menschen im Haupt- und Ehrenamt mit einbeziehen.
00:29:39: Und auch die Fähigkeit in einem doch sehr komplexen Umfeld zu arbeiten.
00:29:44: Also Führungskräfte im nonproffen Bereich, die managen eben hauptamtliche und ehrenamtliche.
00:29:50: Und haben dazu noch ihre ehrenamblichen Vorstände, die als eigene Zielgruppe nochmal mit angeschaut werden müssen.
00:29:58: Er fordert eigentlich ein relativ breites Spektrum an Kompetenzen, was wir sonst in höherkömmlichen, sag ich mal, hörkömmliche Managementstudium vielleicht nicht gegeben falls finden.
00:30:10: Kompliziert also sein dann als die normale Wirtschaft?
00:30:15: Aber es macht's auch spannend!
00:30:18: Du vergleichst in deine Arbeit Deutschland und die Vereinigten Staaten hast an der University of Pennsylvania promoviert.
00:30:25: ist er amerikanische nonprofit sektor unternehmerischer
00:30:30: oder ist der deutsche sektor viel stärker abhängig vom start die deutsche zivilgesellschaft?
00:30:37: Klar, wenn man einfach draufguckt die Sektoren sind unterschiedlich.
00:30:39: Also das wissen wir vom Gefühl aber auch wenn man von der Theorie und von einer Forschung her guckt, dass sehen wir schon ganz große Unterschiede.
00:30:49: Das hat natürlich mit der Finanzierung zu tun.
00:30:53: Wir haben hier das wohlfahrtsstaatliche Prinzip, mit dem Subseitheitsprinzip und das Pondor.
00:30:59: dazu gibt es eigentlich in den USA so nicht.
00:31:04: festgelegtes System, dass die Freiwohlfahrtspflege hier rollende Staates übernimmt.
00:31:10: und ja in den USA gibt es halt keinen Pondant.
00:31:12: Da ist es eher so das Viel aus der Tradition der privaten Philanthropie kommt auch.
00:31:19: Und das schlägt sich dann natürlich wieder im Denken der Organisation.
00:31:24: großer Fokus auf Fundraising, auch auf Earned Income.
00:31:27: Also wirtschaftliche Geschäftsbetriebe sind ganz wichtig.
00:31:30: Social Enterprise ist da auch nochmal ein ganz, ganz wichtiges Thema und diese Unterschiede die sind glaube ich einfach traditionell gewachsen.
00:31:40: also es hat was mit der Regierung zu tun.
00:31:42: wie viel Gelder fließen in den Non-profit Sektor?
00:31:45: Und wer ist dann ein Resilienter in so einer Krisenzeit?
00:31:47: Gibt das da irgendwie Untersuchungen dazu?
00:31:50: Ist das dann so ein eher privat finanzierter dritter Sektor oder ist das ein eher so staatlich finanzierter Dritter Sector?
00:32:00: Oder kann man das gar nicht so genau sagen.
00:32:02: Ich
00:32:02: glaube, es kommt ein bisschen auf die Krise an.
00:32:04: Also wenn's eine Wirtschaftskrise isst der dann vielleicht die privaten Spenden einbrechen lässt, dann sind Organisationen die öffentliche Mittel beziehen einfach besser aufgestellt.
00:32:16: Aber wenn den Staat seine Förderpolitik ändert, wie wir es gerade natürlich in den USA sehen und enthalten auch hier in Deutschland.
00:32:24: Dann sind die staatsabhängigen Organisationen ein bisschen verwundbarer.
00:32:31: Generell würde ich schon sagen dass der Non-profit Sektor in den USA eine höhere Anpassungsfähigkeit hat einfach weil dies gewohnt ist.
00:32:39: Gewohnt sind sich sehr divers zu finanzieren geringere öffentliche Mittel haben.
00:32:49: Die Diversifizierung ist allerdings kein Allheilmittel, also wir sehen schon im US-Kontext das aktuell unter einem hohen politischen Druck einfach Spendenströme einbrechen und dort geraten halt viele Nonprofitorganisationen gerade unter Druck und fragen sich wie kann es weitergehen?
00:33:12: Wenn ich mir so anschaue was du so alles forscht, was du machst dann stelle ich fest, dass du immer stärker in Deutschland forscht.
00:33:20: Was ist denn dafür der Grund?
00:33:21: Also spielt da die aktuelle Entwicklung in Amerika eine Rolle?
00:33:26: Ja es hat natürlich damit zu tun... Ich bin nach zwölf Jahren USA nach Deutschland gekommen, bin jetzt dreieinhalb Jahre hier und in meiner Forschung habe den Organisationen, mit denen ich arbeite immer auch was zurückgeben will.
00:33:42: Und ihr seht, war bei mir ist die intrinsische Motivation da und habe einfach ein starkes Verständnis von Partnerschaft und auch Übersetzung von Forschung in die Realität, in Praxiswissen.
00:33:55: Und einfach pragmatisch aufgrund der Tatsache dass ich jetzt hier bin gibt es vor Ort ganz viele Organisationen die gesagt haben Mensch wie schön das wir dich haben und können wir nicht etwas machen.
00:34:04: Und das ist natürlich einmal so ein Pullfaktor und dann gibt es den Push-Faktor im Kontext der USA.
00:34:09: Das sehe ich natürlich auch, dass viele der laufenden Forschungsprojekte die ich noch habe, dass es da einfach zunehmend schwieriger wird, die Forschung durchzuführen.
00:34:19: Das hängt nicht damit zusammen, dass ich jetzt hier physisch bin weil wir viel Kooperationen haben wo wir auch in Zeiten der Covid-Pandemie nicht vor Ort waren sondern... Da ging alles über Zoom.
00:34:30: Aber es wird dort jetzt einfach zunehmend schwieriger, die Forschung umzusetzen, weil ich in einem Projekt gucken wir uns Racial Justice an und das ist natürlich ... wird mittlerweile leider im Kontext der USA eher kontrovers diskutiert Und das hat auch so ein bisschen damit dazu geführt dass ich gesagt habe Jetzt bin hier und jetzt fokussiere ich mich auf Dinge, die ich auch hier gut umsetzen kann.
00:34:57: Du hast gesagt, die Mails, die du mit deinen amerikanischen Kollegen austauscht oder du tauscht keine E-Mails mehr ausgehen.
00:35:06: Und die Zoom-Räume sind auch Freiburger Zoomräume ja?
00:35:09: Also, du kommunizierst anders!
00:35:12: Ja also wir haben uns relativ früh im Jahr zwanzig fünfundzwanzig dazu entschieden eigentlich nur noch über geschützte Kommunikationskanäle zu kommunizieren vor allem in diesem Kontext des Projektes.
00:35:23: was ich schon angesprochen habe zum Thema Racial Justice Das hat auch damit zu tun, dass alle E-Mails von Professorinnen an öffentlichen Universitäten können eingesehen werden über das Freedom of Information Act.
00:35:39: Und wenn dann ein Projekt was, sag ich mal vor ein paar Jahren noch nicht kontrovers war jetzt plötzlich kontroverse wird hatte schon mit einem gewissen Schutz der KollegInnen die involviert sind in diesem Projekt zu tun weil die natürlich teilweise nicht sichere Arbeitsplätze haben.
00:35:56: Und deswegen machen wir unsere Kommunikation über Signal und haben auch wirklich alle Zoom-Meetings über meinen Zoomraum, der unter europäischen Datenschutzrichtlinien läuft.
00:36:12: Weil die Kollegen Angst haben dass dann Fördermittel gestrichen werden könnten wenn da mal was angeschaut wird?
00:36:19: Wir können auch teilweise nicht nachvollziehen, was die Zoom-USA – auch wenn wir nicht aufzeichnen darf – die Daten an das Speichern wie Zoom, was unter europäischen Richtlinien agiert und da einfach auch die Kolleginnen zu schützen.
00:36:43: In einer Aspektion von Freiheit der Forschung, also wie frei kann man eigentlich sein.
00:36:47: Aber hat das denn neben der Forschungsseite, siehst du auch eine Veränderungen mit Blick auf die NGOs?
00:36:53: Also sind die noch bereit in den USA dann auch mit euch Forschung zu machen?
00:36:58: Ja ich kann jetzt natürlich nicht über alles sprechen aber ich habe schon ein Praxisbeispiel wo wir auch früh in fünfundzwanzig Mit Organisationen, mit denen wir schon lange zusammengearbeitet haben im Bereich Community Foundations.
00:37:11: Das ist ein Prondeur zur Bürgerstiftung und das sollten wir eigentlich über unser Visual Justice-Projekt berichten auf einer Konferenz.
00:37:20: Und da wurden wir ausgeladen.
00:37:23: also die haben die Konferencerum strukturiert und die war lediglich intern und keine Forscherin wurden mehr eingeladen.
00:37:29: Das kann man verstehen.
00:37:31: ich kann das nachvollziehen weil einfach vor allem früh in fünfundzwanzig eine große Unsicherheit war, um dann zu sagen okay wir fokussieren uns erst mal intern.
00:37:40: Wir haben andere Möglichkeiten unsere Ergebnisse zu teilen tun das jetzt aber auch bewusst weniger im öffentlichen Raum.
00:37:50: Das bedeutet ja bei einem Ende dass du erlebst dass eben diese politischen Rahmenbedingungen und für Zivilgesellschaft am ende nicht nur die Zivil- gesellschaft selber beeinflussen sondern eigentlich auch die Forschung über diese
00:38:02: Ja, und vor allem genau dann wenn es eigentlich so wichtig wäre.
00:38:06: Also weiterhin mit den Organisationen im Kontakt zu bleiben.
00:38:08: Und da merken wir schon das so dieses Gefühl on the record zu gehen also wirklich auch in einem offiziellen Interview oder mit dem offizielen Fragebogen dass da ist eine große Vorsicht einfach gibt.
00:38:24: Das natürlich in der Moment wo man eigentlich viel eher wissen wollte und auch sollte, was passiert da gerade.
00:38:33: Und wie gehen die Organisationen damit um?
00:38:36: Und was sind nächste Schritte?
00:38:37: Da kommen wir nicht immer so gut ran leider.
00:38:44: Das ist wirklich bedauerlich!
00:38:47: Was hat denn dich an diesem Forschungsfeld festgehalten?
00:38:51: Am Don Prophet-Forschungsfeld?
00:38:53: allgemein ja also Ganz oft ist es ja so, dass eigene Erfahrungen mit eine Rolle spielen.
00:39:01: Also ich bin in der Non-profit Forschung gelandet weil ich selber über mehrere Jahre als Sozialpädagogin im Jugendverband gearbeitet habe.
00:39:11: Ich war Jungbildungsreferentin und bin auch sehr idealistisch mit hoher Motivation gestartet und bin ein bisschen an den weniger professionalisierten Strukturen gescheitert also hatte hohe Erwartungen wurde dann enttäuscht Das dann auch zu meinem Master-Arbeitsthema gemacht.
00:39:26: Ich hab so ein bisschen analysiert, geht's nur mir so oder auch anderen und bin dann wirklich reingerutscht in die Forschung.
00:39:32: Das hat mich dann so richtig geparkt.
00:39:35: also diese Frage wie können Nonprofit Organisationen denn nicht nur Menschen anziehen sondern auch langfristig halten?
00:39:41: Und deswegen halt auch der Focus auf Personalmanagement.
00:39:44: Okay, also können wir sicher sein es kommen!
00:39:46: Die Ergebnisse!
00:39:52: Wenn wir jetzt in einem Satz sagen müssen, was unterschätzen wir denn derzeit im Non-profit Sektor?
00:39:57: Ja also ich glaube wir unterschätzen das der non profit Sector eben nicht ein Sahnehäubchen auf einem funktionierenden Staat ist sondern ein tragendes Element mit dessen was den non profit sector tut.
00:40:09: In der gesellschaftlichen ja in der Gesellschaft ihnen und für die Gesellschaft.
00:40:14: Und wenn wir dieses element schwächen dann merken wir es vielleicht erst wenn's zu spät ist.
00:40:20: Und jetzt kommt noch so meine traditionelle Abschlussfrage.
00:40:25: Wann bist du denn das erste Mal mit Zwiegesellschaft in Büro gekommen?
00:40:29: Ich war früher Ministerantin, ja einer katholischen Kirche ist sozialisiert und in dieser kirchlichen Jugendarbeit hat irgendwie aufgewachsen Mitgruppenstunden und das jährliche Fest mit organisiert usw.
00:40:40: Genau das waren so meine Anfänge erst im Ort und dann auch über regional später im Austausch mit anderen.
00:40:47: Super Dank dir!
00:40:49: Vielen Dank.
00:40:50: Jetzt haben wir zum Schluss Michael wieder unsere Argumentationshilfen, drei Sätze die man in dieser Debatte häufig hört und die wir jetzt sortieren wollen.
00:41:00: Und der erste ist NGOs sind ineffizient unternehmen können das besser.
00:41:06: Non-profits arbeiten unter anderen Zielvorgaben haben wir heute gelernt.
00:41:09: sie maximieren nicht Gewinn sondern Wirkung.
00:41:11: Effizienz misst sich hier nicht nur finanziell sondern eben auch gesellschaftlich.
00:41:17: Wenn Fördermittel gekürzt werden ist es eben Markt Bereinigung.
00:41:22: Dann haben wir heute auf jeden Fall gelernt, dass das nicht so ganz stimmt.
00:41:25: Non-profitarbeit folgt keiner klassischen Marktlogik.
00:41:29: Wenn Stellen im Bereich Demokratie-, Prävention oder Bildung wegfallen verschwindet nicht nur ein Produkt sondern es verschwindete gesellschaftliche Infrastruktur.
00:41:38: Und wer für NGOs arbeitet macht das aus Idealismus?
00:41:42: Das ist privat!
00:41:44: Idealismus ist ja kein Hobby, sondern eine arbeitsmarktliche Faktor.
00:41:49: Millionen Menschen entscheiden sich bewusst für diesen Sektor und es sind wirklich Millionen Menschen.
00:41:53: Ihre Motivation stabilisiert Organisationen aber sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen.
00:42:00: Vielen Dank an Professor Dr.
00:42:01: Marlene Walck von der Uni Freiburg.
00:42:04: Danke schön
00:42:05: Ja super dass ich hier sein durfte danke.
00:42:08: Heute ging so Menschen um Motivationsumsehen.
00:42:10: das hat mir echt gut gefallen.
00:42:11: Michael.
00:42:12: Ja, wenn Stellen im Non-profit Sektor wegfallen ist das keine abstrakte Budgetfrage.
00:42:16: Es betrifft Arbeitsplätze, Kompetenzen und langfristig auch gesellschaftliche Stabilität.
00:42:21: Ich kann das nur bestätigen durch die vielen, vielen Anfragen, die ich momentan bei der Arbeit bekomme wie man anderes Fundraising machen kann, wie man anders Geld mobilisieren kann weil an so vielen Stellen nur um ein staatlicher Förderung auch weg fällt.
00:42:33: Vielleicht sollten wir aufhören diesen Bereich nur als Kostenstelle zu betrachten und anfangen ihnen als Infrastruktur zu begreifen?
00:42:40: Was meint ihr liebe Hörer?
00:42:41: Genau.
00:42:42: Wir freuen uns, wie immer über Feedback, Kommentare, Rückmeldungen, Ergänzungen, Debatten auf unserer LinkedIn-Seite
00:42:49: etc.,
00:42:49: pp.
00:42:50: Genau und liket uns, kommentiert uns, helft uns diesen Podcast bekannter zu machen damit CW Gesellschaft nicht länger ein Buch mit sieben Siegeln ist.
00:42:57: Bis zur nächsten Folge der NGO-Debatte
00:43:00: Denn...sie geht uns alle
00:43:09: an!
00:43:11: Redaktion und Konzept, Michael Seberich und Victoria Strachwitz gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Schöpflin-Stiftung und der Kurt & Maria Dohle Stiftungen.